Mittwoch, 23. März 2016

Mischkultur: Schnittlauch und ???, Schneckenabwehr

In diesem Teil eines sehr langen Beetes, das im Halbschatten liegt, befand sich einst eine riesige Funkie, die fast nie zur Blüte kam, weil die Schnecken ihr keinerlei Chance gaben. 

Die Schnecken-Funkie entfernt zu haben, erleichtert mich ziemlich. Im Herbst grub ich den Boden um, der all die Jahre nicht umgegraben werden konnte. Dabei arbeitete ich Sand, Kompost, Kalk, Bodenverbesserer, Gesteinsmehl, Perlite ein, um erste Schritte zur Bodenverbesserung zu unternehmen. Noch immer ist die Erde schwer und klebrig, der Tonanteil lässt sich nicht so einfach verdrängen.

Da in den Vorjahren die Schnittlauchaussaaten zu keinen nennenswerten Ergebnissen führten, stieg ich dazu um, Supermarkt-Bio-Schnittlauch einzupflanzen. Kein vorheriger Schnittlauch hat hier überlebt, sie überlebten immer nur ca. 2 Jahre lang. Gut, diesmal hoffe ich, dass es gelingt. Die Schnecken verdächtige ich als Täter, obwohl ich bisher davon ausging, dass sie Schnittlauch nicht so sehr mögen. 

Schnittlauch ist also jetzt neu gepflanzt, Saaten werde ich noch versuchen, wenn es wärmer ist.

In der Nacht nach der Auspflanzung wanderte ich die erste Schneckenkontrolle in diesem Jahr ab.
Tja, ich war schockiert. Ich fand, unfassbar, am Schnittlauch 11-13 Schnecken. Babyschnecken.

Ziemlich sicher bin ich, dass eine logische Erklärung dafür sein kann, dass die Schnecken, die Jungpflanzen und abgestorbene Pflanzenteile und kranke/ schwache Pflanzen mögen, hier etwas für sich Passendes gerochen haben.

Seit Tagen beobachte ich nun den Schnittlauch. Er sieht noch okay aus.
Heute gab ich ihm und dem ganzen Beetteil nochmal eine gute Portion Kalk, denn durch Lesen verschiedener Internetseiten zu Schnecken, fiel mir auf, dass immer mal Kalk erwähnt wurde, den ich bisher hier selten anwendete, da ich die sauren Böden akzeptieren wollte.

Saure Böden sind für Schnittlauch, wie ich nun auch weiß, nicht so toll.

Es gibt ein neues Gegenschneckenmittel, das auf Töpfe und Hochbeete gestrichen werden kann. Hierzu fand ich heraus, dass die Zusammensetzung wohl aus zum Teil Kalk besteht.
Zudem erhielt ich den Hinweis in einer FB-Gruppe, ich könne Kalkschotterbereiche anlegen gegen Schnecken. 

Plötzlich erinnerte ich mich, dass ich vor zwei Jahren ordentlich Kalk auf ein anderes Beet streute, das plötzlich viel weniger Schnecken aufwies als die Jahre vorher. Vielleicht war es ein Irrtum, davon auszugehen, dass der Farnkaltauszug und der Farn an sich Schnecken vertrieben haben könnte, womit ich das Beet begoss und vermulchte.

Da ich nun schon mal dabei war, Kalk im Beet zu lassen, streute ich nun zusätzlich am Hinteren Beet, angrenzend zum Wald, eine "fette" Portion Kalk. 

Ob Kalk also nun hier als Antischneckenmittel erfolgreich wirkt, ich werde berichten ...

Was dem Schnittlauch noch zuträgt, um in Mischkultur zu gehen, werde ich später entscheiden. 
Bisherige Samen sind nicht gekeimt.
Schade.

Zu kalt? 






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen